Geschichte 

Geschichte

Es begann 1980 als Experiment, mit einem Kindergarten in einem Aussenquartier in Cusco, initiiert von einer jungen Lehrerin aus der Schweiz und einer Handvoll ebenso junger engagierter peruanischer Pädagoginnen und Pädagogen. In den folgenden Jahren entstanden weitere Kindergärten in anderen Quartieren von Cusco mit ihren eigenen Schulgebäuden.

Mit der Eröffnung der Modellschule 1988 machte Pukllasunchis einen ersten wichtigen Schritt in Richtung Bildungsorganisation. Am Anfang waren es 60 SchülerInnen und drei Lehrpersonen, die in einem kleinen Lokal in der Altstadt von Cusco Unterschlupf fanden. Seit 2001 verfügt Pukllasunchis über eine eigene Schulanlage in Tikapata («Ort der Blumen») am Stadtrand von Cusco. Heute besuchen 760 Kinder und Jugendliche zwischen 4 und 17 Jahren die Schule in Tikapata.
In der Zeitspanne von 1997 bis 2015 haben über 1000 Jugendliche das Colegio mit einem Schulabschluss verlassen.

Wegen der mangelnden Qualifikation der LehrerInnen in Peru war die Verbesserung der beruflichen Befähigung der Lehrkräfte von Anfang an ein zentrales Anliegen von Pukllasunchis. Bereits 1990 konnte Pukllasunchis die ersten Weiterbildungskurse für LehrerInnen an staatlichen Schulen in der Provinz Cusco anbieten, und seither hat Pukllasunchis sein Angebot in diesem Bereich ständig weiterentwickelt und ausgebaut.

Schon bald einmal wollte Pukllasunchis nicht allein in der Stadt Cusco, sondern auch in den angrenzenden ländlichen Gebieten tätig sein. So begann sie 1998 direkt mit mit Schulen in Bauerngemeinden der Provinz Paruro zu arbeiten; diese Zusammenarbeit dauert bis heute an. Im selben Kontext ist das Radioprogramm zu sehen, welches 2003 seinen Anfang nahm und sich mit seinen fünf wöchentlichen Radiosendungen (auf Quechua und Spanisch) an die Schulen im ländlichen Raum und in den Aussenquartieren von Cusco richtet. Im 2014 wurde das Radioprogramm auch auf das Departement Puno ausgeweitet.

Pukllasunchis arbeitete von allem Anfang an mit den lokalen und regionalen Bildungsbehörden zusammen. Im Rahmen des Dezentralisierungsprogramms der Regierung hat diese Zusammenarbeit eine neue Dimension erfahren. Seit dem Jahr 2011 führt Pukllasunchis zusammen mit der «Antonio Ruiz de Montoya» aus Lima ein Weiterbildungsprogramm zum Thema der interkulturellen Erziehung durch, das mit einem anerkannten Diplom abgeschlossen werden kann.