LehrerInnenbildung 

LehrerInnenbildung

Die Modellschule stellt an ihre Lehrkräfte hohe Ansprüche. Sie verfügt über viele fachkundige und erfahrene LehrerInnen, die diesen Anforderungen genügen. In Peru sind jedoch gut qualifizierte LehrerInnen Mangelware, und die Rekrutierung von ausgewiesenen pädagogischen Fachkräften stellt Pukllasunchis immer wieder vor ernsthafte Probleme. Denn die Lehrerbildung in Peru weist trotz der Schulreform von 1995 nach wie vor schwerwiegende Mängel und Schwächen auf. Die Lehrmethoden orientieren sich noch immer am Frontalunterricht, Auswendiglernen steht im Vordergrund, der Unterrichtsstil ist entsprechend autoritär, und die Angebote zur Weiterbildung sind bescheiden. Lehrer und Lehrerinnen sind im allgemeinen wenig motiviert und zeigen geringes Engagement; dafür verantwortlich sind die schlechten Löhne, die dürftige Ausstattung der Schulen und die geringe Anerkennung des Lehrberufes in der Gesellschaft.

Pukllasunchis war sich von Anfang an der mangelnden Qualifikation der LehrerInnen in Peru bewusst. Die Verbesserung der beruflichen Befähigung der Lehrkräfte war daher immer ein zentrales Anliegen. Bereits 1990 konnte Pukllasunchis die ersten Weiterbildungskurse für LehrerInnen an staatlichen Schulen in der Provinz Cusco anbieten, und seither hat Pukllasunchis sein Angebot in diesem Bereich ständig weiterentwickelt und ausgebaut.  

Von 1995 bis 2001 wurde Pukllasunchis vom nationalen Erziehungsministerium mit der Durchführung der jährlichen Lehrerweiterbildungskurse in der ganzen Provinz Cusco betraut.

Im Jahre 2000 begann Pukllasunchis mit den Weiterbildungskursen für den zweisprachigen und interkulturellen Unterricht, die bis heute andauern.

Von 2003 bis 2005 war Pukllasunchis im Auftrag der Universität «Cayetano Heredia» in Lima verantwortlich für die Weiterbildung der LehrerInnen an den staatlichen Schulen in den Armenvierteln von Cusco.

 

Die Modellschule stellt an ihre Lehrkräfte hohe Ansprüche. Sie verfügt über viele fachkundige und erfahrene LehrerInnen, die diesen Anforderungen genügen. In Peru sind jedoch gut qualifizierte LehrerInnen Mangelware, und die Rekrutierung von ausgewiesenen pädagogischen Fachkräften stellt Pukllasunchis immer wieder vor ernsthafte Probleme. Denn die Lehrerbildung in Peru weist trotz der Schulreform von 1995 nach wie vor schwerwiegende Defizite und Schwächen auf. Die Lehrmethoden orientieren sich noch immer am Frontalunterricht, Auswendiglernen steht im Vordergrund, der Unterrichtsstil ist entsprechend autoritär, und die Angebote zur Weiterbildung sind bescheiden. Lehrer und Lehrerinnen sind im allgemeinen wenig motiviert und zeigen geringes Engagement; dafür verantwortlich sind die schlechten Löhne, die dürftige Ausstattung der Schulen und die geringe Anerkennung des Lehrberufes in der Gesellschaft.

Pukllasunchis war sich von Anfang an der ungenügenden Qualifikation der Lehrpersonen in Peru bewusst. Die Verbesserung der beruflichen Befähigung der Lehrkräfte war daher immer ein zentrales Anliegen. Bereits 1990 konnte Pukllasunchis die ersten Weiterbildungskurse für Lehrerinnen und Lehrer an staatlichen Schulen in der Provinz Cusco anbieten. Seither hat Pukllasunchis sein Angebot in diesem Bereich ständig weiterentwickelt, ausgebaut und weitere Aufträge von staatlichen Stellen ausgeführt.

Die Pädagogische Hochschule Pukllasunchis (Institución de Educación Superior Padagógico-IESP)

Die im März 2015 eröffnete Pädagogische Hochschule ist die logische und natürliche Weiterführung dessen, was Pukllasunchis seit ihren Anfängen gemacht hat. Hier kommen alle Erfahrungen der letzten 35 Jahre zusammen; die Bildungserfahrungen auf der Volksschulstufe und in der Lehrerweiterbildung, im interkulturellen zweisprachigen Unterricht, in der Inklusion von Kindern mit besonderem Förderbedarf, in der Umweltbildung, in der Werteerziehung.


Die Ausbildung an den Hochschulen in Peru ist traditionell theorielastig und hispanozentriert. Pukllasunchis versteht ihre PH als Gegenentwurf d.h. sie will eine Ausbildung anbieten, die Theorie und Praxis miteinander verbindet und den kulturell-sozialen Hintergrund der Studierenden als konstitutives Element miteinbezieht. Mit andern Worten: Die von an der PH Pukllasunchis ausgebildeten Lehrpersonen sollen einmal einen Unterricht geben, der sich an der Realität der Kinder und an den sozialen und kulturellen Besonderheiten der einzelnen Regionen orientiert.

Pukllasunchis befolgt den Lehrplan und die offiziellen Richtlinien des Erziehungsministeriums. Aber wie alle Bildungsinstitutionen in Peru kann Pukllasunchis 30% des Lehrplans an die lokalen und regionalen Gegebenheiten anpassen. Der erste Ausbildungs-Jahrgang umfasst 15 Studentinnen und Studenten mit ganz unterschiedlichem Hintergrund, weitere Studierende sollen im 2. Semester noch dazukommen. Sie werden zu Kindergärtnerinnen und Vorschullehrpersonen ausgebildet. Die Ausbildung dauert 5 Jahre bzw. 10 Semester (2 pro Jahr) und entspricht insgesamt 220 Kreditpunkten. Jedes Semester umfasst 18 Wochen mit einem Wochenpensum von 30 Stunden. Das entspricht dem Pflichtpensum für jeden Studierenden. Daneben bietet die PH noch eine Reihe von Freifächern an. Praktische Unterrichtserfahrung können die angehenden Lehrpersonen schon ab dem ersten Ausbildungsjahr sammeln. Das letzte Jahr ist ausschliesslich für Praktika bestimmt.


Ab 2016 wird die PH Pukllasunchis auch eine Ausbildung für Lehrpersonen auf der Primarschulstufe anbieten können. Sie rechnet damit, jedes Jahr rund 30 neue Studierenden aufnehmen zu können.