Jugendzentrum 

Jugendhaus

Cusco hat um die 400'000 Einwohner, doch für die beinahe 110‘000 Jugendlichen gibt es kaum kreative und konstruktive Freizeitangebote. Die Tatsache, dass die Stadt Cusco eine Vielzahl von kulturellen Dienstleistungen für den internen und internationalen Tourismus anbietet, jedoch praktisch nichts in die Freizeitgestaltung für die einheimischen Jugendlichen investiert, hat Pukllasunchis veranlasst, ein neues Projekt zu starten. 2011 konnte es nach einer mehrmonatigen Vorbereitungszeit mitten in Cusco ein Jugendzentrum eröffnen; Name des Zentrums «Sipas-Wayna» (Junge Frau – junger Mann auf Quechua).

Das Spektrum an möglichen Aktivitäten ist breit gefasst und reicht von kulturellen Aktivitäten (wie Theater, Film, Literatur, Musik, Tanz, plastisches Gestalten) über Spiel und Sport bis zu Meditation und Yoga. Die jungen Leute nehmen auch an Aufklärungs-und Gesundheitskursen teil. Sie werden von einem 9-köpfigen Fachteam mit langjähriger Erfahrung auf dem Gebiet der Jugendarbeit begleitet. 11 Teilzeitangestellte sind für die Vielzahl der angebotenen Workshops verantwortlich.  Das Team arbeitet aber auch in den verschiedenen Wohnvierteln von Cusco und regt die Jugendlichen an, sich in ihrem sozialen Umfeld zu engagieren und aktiv zur Entwicklung ihres Quartiers beizutragen. Sipas Wayna ist allen Jugendlichen offen, auch solche mit Behinderungen; so gibt es u.a. Gruppen von Blinden und Taubstummen.

Sipas-Wayna hatte bald grossen Zulauf, und schon nach zwei Jahren musste sich Pukllasunchis nach einem neuen Lokal umsehen. Das neue Jugendhaus ist jetzt in einem dreistöckigen Haus mit rund 20 Räumen untergebracht und bietet jetzt genügend Platz für die stetig steigende Zahl von jugendlichen Besuchern (ca. 400 pro Monat). Es liegt ebenfalls im Zentrum Cuscos.